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Berlin

Wir waren in Berlin, Kristina und ich. Um halb Neun ging es los, gegen 21:15 waren wir wieder zuhause. Unser vorrangiges Ziel war das "Holocaust-Mahnmal", das offiziell eigentlich "Denkmal für die ermordeten Juden Europas" heißt, und der darunter befindliche "Ort der Information". Kristina war dort schon mal mit einer Schulklasse und wollte diesen Ort gerne noch mal in Ruhe besuchen. Wir nahmen uns dort also entsprechend ausreichend Zeit.

 

Das oberirdische Mahnmal/Denkmal fand ich persönlich nicht so beeindrucken wie ich es erwartet hatte. Das lag vermutlich zum Einen daran, dass die Stehlen deutlich heller sind als ich dachte. Und zum anderen wohl daran, dass die Stehlen quasi "in Reih' und Glied" stehen, wodurch man, egal wo man steht, immer den Ausgang (Ausweg) sehen kann. Das Mahnmal wirkte auf mich etwas zu "nüchtern", hat mich nicht emotional berührt.

 

Ganz anders der "Ort der Information". Allein schon die Sicherheitskontrollen am Eingang empfand ich als irritierend und bedrückend. Dass solche Maßnahmen an diesem Ort erforderlich zu sein scheinen war für mich erschreckend. Die Ausstellung forderte mich dann emotional ähnlich stark wie unser Besuch in der Gedenkstätte Buchenwald im letzten Jahr.

 

Ich denke, dass sich jeder Berlin-Besucher einmal das Denkmal, insbesondere den "Ort der Information", ansehen sollte.

 

Und weil wir dann noch ausreichend Zeit zur Verfügung hatten, spazierten wir (natürlich) noch am Brandenburger Tor und am Reichstag vorbei in Richtung Charitè, wo wir uns das Charitè-Museum ansahen. Auch das war ein Wunsch von Kristina.

 

Da aber an diesem Tag bereits deutlich sichtbare Vorbereitungen für den Berlin-Marathon liefen, die das Sightseeing-Vergnügen etwas beeinträchtigten, konnte und wollte ich meine Kamera nicht viel zum Einsatz bringen. Es gibt von diesem Tag also nicht sehr viele Fotos.

 

Ein schöner Tag war es trotzdem.

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