Im Herbst 2017 traf ich mich mit Michael im kleinen Städtchen Kammerforst, im 7.500 Hektar großen Nationalpark Hainich, der seit dem 25. Juni 2011 teil des UNESCO-Weltnaturerbes ist. Der gesamte Höhenzug Hainich, mit einer Größe von 13.000 Hektar, ist das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Deutschlands.

 

Im Ortskern vom beschaulichen Dorf Kammerforst, das am Ostrand des Hainichs liegt, sind einige schöne Fachwerkhäuser zu finden und man kann von hier aus „auf kurzem Wege“ direkt in den Wald wandern. Wer allerdings Wert auf umfang- und abwechslungsreiche Speise- und Erlebnisgastronomie legt, der sollte vielleicht woanders hin fahren. Wir haben jedenfalls bei unserem kleinen Rundgang durchs Dorf wenig Anzeichen davon gefunden. Natürlich gibt es zwei oder drei Hotels, aber ansonsten…

 

Wir hatten im Rennsteig-Hotel Rettelbusch Quartier bezogen und fühlten uns dort recht wohl. Das Zimmer war gemütlich, das Frühstücksbuffet absolut ausreichend und gut, die Speisen im Restaurant lecker und alle waren freundlich bis herzlich.

 

Zum Wandern hatten uns einen schönen Rundwanderweg ausgesucht, ca. 12 km weit durch den gerade noch herbstlichen Buchenwld, den auch ich als Wanderanfänger ohne große Schwierigkeiten bewältigen konnte. Der Weg war größtenteils eher "befestigt", teilweise führte er uns aber auch "im Slalom", nur durch Holzpflöcke im Boden gekennzeichneten "Weg", zwischen den Bäumen hindurch.

 

 

Im Nationalpark Hainich kann man nicht nur auf dem Boden wandern und den Wald erleben, sondern auch auf dem Baumkronenpfad, ca. 10 Kilometer westlich von Bad Langensalza. Auf 534 m Länge führen zwei langsam ansteigende Schleifen in die Baumkronen. Erklimmt man dann noch den Aussichtsturm, kann man aus 44 m Höhe den Blick über die Bäume und über das Thüringer Becken genießen.