Insel Föhr

aktualisiert Oktober 2016

Im April 2010 war ich zum ersten Mal auf Föhr und hatte vier Wochen lang ausreichend Gelegenheit von Wyk aus weitere Teile der Insel zu erkunden. Meistens war ich mit dem Fahrrad, häufig auch zu Fuß aber manchmal auch mit dem Auto unterwegs. Dabei konnte ich feststellen, dass Föhr eine wunderschöne Insel ist. Die Mischung aus Strand, Watt, Wasser, Wäldern, Landwirtschaft, Wiesen, Weiden und Feldern gefiel mir besonders gut. Und auch die Inseldörfer mit ihren vielen Friesenhäusern, den schön gestalteten Gärten mit vielen Blickfängen und die malerischen kleinen Straßen und Gassen sind äußerst sehenswert. Die ganz besondere Atmosphäre des Insellebens, wo die Uhren tatsächlich anscheinend einen eigenen Rhythmus haben, beeindruckte mich nachhaltig.

 

Es war also fast abzusehen, dass weitere Besuche „auf der Insel“, alleine oder zusammen mit Andrea und Kristina, folgen mussten. Einquartiert hatten wir uns dabei bisher im Ferienhof Carstensen in Nieblum, im Haus Carstensen-Franz oder, wenn ich alleine dort war, im Marienhof. Und immer fühlten wir uns in unseren Quartieren und bei unseren Gastgebern sehr wohl.


Marienhof

 

Während meiner Aufenthalte ohne Familie „wohnte“ 2010 und 2014 ich im Nordseesanatorium Marienhof. Ich muss allerdings zugeben, dass der Marienhof, als 2010 meine erste Rehabilitationsmaßnahme fällig wurde, nur „2. Wahl“ war. Mein ursprünglichs Ziel war zu meinem Glück langfristig ausgebucht und ich musste nach Alternativen suchen. Und so gelangte ich erstmalig zum Marienhof, wo es mir ganz besonders gut gefiel.

 

Dass ich mich in beiden Fällen dort so „sauwohl“ fühlte lag natürlich auch, aber nicht ausschließlich, am Sanatorium. Die Betreuung durch das Marienhofteam war jederzeit sehr angenehm, der Umgang miteinander sehr freundlich. Die Behandlungen und Anwendungen taten mir (fast) alle gut, wenn auch nicht immer sofort. Besonders die Schlickpackungen mit anschließender Massage waren jedes Mal ein besondere Höhepunkte für mich. Und die Verpflegung war ausgewogen, lecker und in absolut ausreichender Menge.

 

Untergebracht war ich jeweils im Nebengebäude „Haus Hamilton“. Das ich von dort aus bis zum Haupthaus ca. 200 Meter Fußweg zu „bewältigen“ hatte, was mehrmals am Tag der Fall war, gefiel mir wirklich gut. Nicht so schön war, dass es dort furchtbar hellhörig ist. Jedes Türklappen in den Nachbarzimmern ist im Zimmer deutlich zu hören. Aber das war letztendlich nicht erheblich und ist woanders vielleicht auch nicht besser.

 

In besonderem Maße trug aber meine jeweilige „Tischfamilie“ zu meinem Wohlbefinden bei. Bei beiden Aufenthalten hatte ich dabei echtes Glück. Wir hatten meistens viel Spaß miteinander. Nicht nur „bei Tisch“, sondern auch teilweise in der Freizeit. Für mich sind daraus auch ein paar sehr wertvolle Freundschaften mit besonderen Menschen hervorgegangen.

 


Wyk auf Föhr


Eine sehr schöne kleine Stadt, in der ich inzwischen einige Stunden umher wanderte (auch weil ich ein paar Mal die Orientierung verlor ;-)). Abgesehen von der prächtigen Strandpromenade, die einen Strandspaziergang ohne Sand in den Schuhen ermöglicht, dem Park hinter der Mühle, den vielen Geschäften in der Fußgängerzone und den malerischen kleinen Gassen, gefiel mir auch der Grünstreifen sehr gut. Da kann man dann auch immer mal wieder zwischen Bäumen herum spazieren.


Und bei Niedrigwasser und freundlichem Wetter durch das Watt vor Wyk zu walken ist einfach unvergleichlich.



Strand


Um die südliche Hälfte der Insel herum, vom Wyk bis Utersum, zieht sich der ca. 15 Km lange Sandstrand, mal etwas schmaler, mal etwas breiter. Nicht ganz so ausschweifend wie auf der Nachbarinsel Amrum, aber dafür ist der Weg ins Wasser oder ins Watt auch nicht so weit. Alle Strandabschitte habe ich noch nicht gesehen, meine Strand- oder Wattspaziergänge fanden natürlich meistens um Wyk herum statt. Aber auch am Nieblumer Strand war ich schon unterwegs.


Inseldörfer


In fast allen Inseldörfern finden sich reichlich Friesenhäuser und andere schöne Motive an denen das Auge „hängen bleibt“. Aber leider habe ich immer noch nicht jedes Dorf ausgiebig genug in Augenschein genommen. Im allgemeinen wird ja Nieblum als das schönste Inseldorf bezeichnet. Aber auch die anderen Dörfer, soweit ich sie kenne, haben ihren Reiz. Von Oevenum z. B. war ich sehr angenehm überrascht. In den Seitenstraßen konnte ich einige schöne Häuser und andere Blickfänge fotografieren und die fast schon ländliche Stille genießen.


Aber auch die Dörfer, von denen ich nur wenige Fotos habe, sind jeweils sehr schön.


Oevenum

Nieblum

Midlum

Boldixum

Oldsum

Wrixum

Borgsum


Unterwegs auf der Insel


Aber Föhr hat nicht „nur“ Strand und Inseldörfer mit schönen Friesenhäusern zu bieten. Wenn man über die Insel radelt oder spaziert kann man die auch sonst herrliche Natur genießen. Hier habe ich auch ein paar Bilder untergebracht, die ich nicht mehr genau zuordnen kann.


Sonnenuntergänge

 

An der Nordsee kann ich ja gar nicht anders als auch immer wieder die untergehende Sonne zu fotografieren. Am besten ging das am Strand von Utersum, wo man die Sonne hinter Amrum und Sylt untergehen sehen kann. Ein wirklich schönes Schauspiel.