Trier 2011

In Trier war ich bisher zwar erst ein Mal. Weil es aber ein ganz besonderer Ausflug in eine ganz besonders sehenswerte Stadt war, gehört dieser "Reisebericht" hier her.

 

Nachdem unsere älteste Tocher Katharina im Januar herausgefunden hatte, dass es in Trier einige sehenswerte Bauwerke zu entdecken gibt, beschloss ich mit ihr eine Kurzreise dorthin zu unternehmen. Im Februar suchte ich uns ein kleines Hotel etwas außerhalb von Trier (in Riveris) aus, buchte zwei Einzelzimmer und überraschte Katharina mit der Reiseankündigung und dem „Auftrag“ ein paar interessante Ziele zusammenzustellen.

 

Am 26. April 2011 trafen wir am frühen Nachmittag am sehr schön gelegenen „Landhaus Zum Langenstein“ ein und bezogen unsere Zimmer.

 

Eines der wichtigen Ziele auf Katharinas „To-do-Liste“ war die Benediktinerabtei St. Matthias (was ich natürlich sehr gut fand). Da die vermutlich älteste christlichen Kirche Deutschlands etwas „abseits“ im Süden der Stadt liegt, fuhren wir dort zuerst hin. Beim Bau von St. Matthias im Jahre 1127 wurden (angeblich) Reliquien des Apostels Matthias gefunden. Dem eigentlichen Grundbau wurden später unterschiedliche Teile in verschiedenen Stilen (Giebel im Barockstil, Portale in in italienischen und französischen Stil, spätgotische Gewölbe und gotische Fenster) hinzugefügt. Auch die Krypta ist für Besucher zugänglich.

 

Auch den etwas außerhalb liegenden Petrispark auf dem Petrisberg wollten wir uns anschließend ansehen, konnten ihn aber nicht finden. Immerhin hatten wir vom Petrisberg aus einen sehr schönen, aber leider leicht getrübten Blick über Trier.

 

Weil nun noch genug Zeit war fuhren wir noch mal „runter in die Stadt“ um uns den Palastgarten am kurfürstlichen Palais, einem der schönsten Rokoko-Paläste der Welt, anzusehen. Den besonders schönen Südflügel, mit seiner schönen Rokoko-Treppe, kann man vom Palastgarten aus sehen. Von innen haben wir uns das Palais aber nicht angesehen.

 

Am Mittwoch begannen wir unsere Sightseeing-Tour weil es regnete mit einem Besuch im Stadtmuseum Simeonstift (wo ich natürlich nicht fotografiert habe). Direkt nebenan besichtigten wir danach die von ca. 180 n. Chr. stammende Porta Nigra, das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen. Ein äußerst beeindruckendes Bauwerk, wie ich finde.

 

Nach einer leckeren Pizza spazierten wir zum Domfreihof um uns die Liebfrauenkirche und den Dom anzusehen. Die im 13. Jahrhundert erbaute gotische Liebfrauenkirche, die unmittelbar neben dem Dom steht, war leider wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Wir konnten sie uns deshalb also „nur“ von außen ansehen.

 

Im Jahr 330 wurde über einer ehemaligen konstantinischen Palastanlage die größte christliche Kirche der Antike erbaut, die etwa viermal so groß war wie der heutige Dom, in dem noch heute römische Originalmauern enthalten sind. Der römische Kern wurde nach Zerstörungen durch romanische Anbauten erweitert und zeigt heute Architektur und Kunst aus über 1650 Jahren. Für mich persönlich war der Dom mit seinen Krypten, seinem Kreuzgang, gotischen Pfeilerbündeln, den Deckengewölben und den vielen Kunstwerken das Highlight unseres Trierbesuchs. Selten habe ich mich in einer Kirche oder einem anderen Gebäude so winzig gefühlt, war selten so beeindruckt. Auch wenn das sehr pathetisch anhören mag.

 

Bei unseren „Wanderungen“ durch die Stadt kamen wir natürlich auch mehrmals am Hauptmarkt und anderen Straßen vorbei.

 

Am Mittwoch Abend hatten wir dann noch Gelegenheit meine „Kurschwester“ Kerstin, die ich im April 2010 in Wyk auf Föhr kennenlernen durfte, zu treffen und einen sehr netten Abend, der den Tag abrundete, zu verbringen.

 

Am Donnerstag, nachdem wir gefrühstückt und unsere Hotelrechnung bezahlt hatten, fuhren wir auf Empfehlung von meinem Freund Michael noch nach Tawern um dort die römische Tempelanlage, in der vier Tempel, ein Brunnen und ein Denkmalsockel gefunden wurden, anzusehen.

 

Anschließend traten wir, nach zwei eindrucksvollen Tagen in Trier, die Heimreise an. Wir waren und sind uns einig, dass zwei Tage nicht ausreichen um sich Trier anzusehen. Auch in der etwas erweiterten Umgebung der Stadt gibt es noch viele lohnenswerte Ziele. Gut möglich, dass wir wiederkommen.

 



Zum Schluss noch zwei Anmerkungen:


Die Informationen zu unseren Besichtigungen habe ich mangels eigenem Wissen teilweise von der Homepage der ältesten Stadt Deutschlands „abgeschrieben“. Das finde ich, da ich hiermit keine Titel erwerben will, zwar nicht besonders verwerflich, möchte aber trotzdem darauf hinweisen.


Normalerweise versuche ich keine Fotos zu veröffentlichen auf denen Personen zu sehen sind. Das ist mir hier nicht immer gelungen. Da sich die hier zu sehenden Personen aber an öffentlichen Plätzen aufhielten und ich niemanden „gezielt“ fotografiert habe, sehe ich darin kein Problem. Ich würde aber, bei entsprechender Aufforderung von betroffenen Personen, einzelne Fotos wieder löschen oder einzelne Personen unkenntlich machen.